SV Kirchberg unterliegt im Relegationsfinale

Phönix Straubing II nach 9:4-Sieg in 1. Bezirksliga

 

3 Stunden 15 Minuten bekämpften sich der SV Kirchberg, Tabellenachter der 1. Bezirksliga und die TTG Phönix Straubing II, Vizemeister der 2. Bezirksliga Ost und Sieger des Relegationsturniers aller Tabellenzweiten der drei 2. Bezirksligen. Am Ende siegten die Straubinger mit 9:4, in der Höhe allemal äußerst überraschend. Vor rund 40 Zuschauern, neben den Kirchberger Anhängern waren auch zahlreiche Aktive der Nachbarvereine anwesend, erreichte der Gastgeber nur selten Normalform und zeigte Schwächen in knappen Spielsituationen, während die Gäubodenstädter sich äußerst motiviert, kampfstark und in den entscheidenden Phasen kompromisslos und nervenstark zeigten. Letzten Endes entwickelt sich ein Match auf spielerisch überschaubarem Niveau, aber mit vielen engen Spielen und deswegen durchgehend spannend. Dies beweist auch die für einen 9:4-Sieg überaus lange Spieldauer. Zum Spielverlauf: Beide Kontrahenten schickten ihr bestmögliches Team an die Platten. Die ersten beiden Doppel waren die klarsten Spiele des Abends. Es siegten jeweils die Spitzendoppel deutlich und problemlos. Dr. Wechsler/Hackl hielten Schramm/Schuller ebenso sicher in Schach, wie auf der Gegenseite die Straubinger Kühne/Persich das SV-Duo Mader/Hirtreiter. Im wichtigen Dreierdoppel waren Treml/Weber lange Zeit dominant, brachten aber nach einem 1:1-Satzstand zweimal eine 9:5-Führung nicht ins Ziel und unterlagen noch 1:3. Im Spitzenpaarkreuz, wo sich die Kirchberger vermeintlich überlegen wähnten, folgte der nächste Rückschlag. Dr. Stefan Wechsler, durch eine Schulterverletzung leicht gehandicapt, fand zu selten zu seinem Spiel und unterlag Schramm völlig überraschend im Entscheidungssatz. Am Nebentisch konnte Markus Hackl seine Chancen gegen Bayernliga-Akteur Kühne nicht nutzten. Nach 1:0-Führung, lag er in den drei Folgesätzen zum Teil komfortabel in Führung, konnte sie jedoch nie als Ziel retten, unterlag dreimal in der Satzverlängerung. Am Ende setzte es eine vollkommen unnötige Niederlage. Fast ähnlich erging es Ferdinand Mader im Mittelkreuz. Der Routinier zeigte eine ausgezeichnete Leistung und führte im 5. Satz bereits 9:5. Aber auch das dritte Spiel in Folge wurde mit hohem Vorsprung noch abgegeben, der Straubinger Baumann gewann den Finaldurchgang 11:9. Harald Treml hatten gegen Persich vor allem mit den Aufschlägen seines Gegners Probleme. Bei der 1:3-Niederlage verlor aber auch er alle drei Sätze mit zwei Punkten Unterschied. Kirchberg lag 1:6 zurück und war geschockt. Dies merkte man auch Herbert Hirtreiter an. Nach Satzrückstand kämpfte er sich aber ins Match zurück und gewann die Sätze 4 und 5 gegen Schuller klar. Rainer Weber kam mit dem variablen Spiel des jungen Janker nicht zurecht, konnte selbst sein Angriffs- spiel zu selten aufziehen und unterlag in vier Durchgängen. Zur Halbzeit führte Straubing 7:2, die Partie war vorentschieden. Ein Hoffnungsschimmer keimte nach den Partien im vorderen Paarkreuz noch einmal auf. Dr. Stefan Wechsler fegte mit einer starken Leistung Kühne problemlos mit 3:0 vom Tisch. Schwieriger war es für Markus Hackl, der mit taktisch geduldigem Spiel Schramm in fünf Sätzen niederrang und auf 3:7 verkürzte. Straubing zeigte sich aber wenig beeindruckt und machte im Mittelkreuz den Sack zu. In einem lange Zeit offenen Spiel war Persich Ferdinand Mader gegen Satzende immer einen Schritt voraus und gewann 3:0. Im letzten Einzel des Tages hatte Harald Treml neben der Spielstärke Baumanns vor allem auch gegen extrem viele Netz- und Kantenbälle zu kämpfen. Der Straubinger holte etwas glücklich mit 3:1 den für sein Team vielumjubelten Gewinnpunkt. Unter dem Strich sicher ein verdienter Sieg der Gäste, in der Höhe aber etwas zu hoch. Phönix Straubing schlägt damit zur neuen Saison in der 1. Bezirksliga auf. Die Kirchberger haben es nun nicht mehr in eigener Hand, müssen weitere Relegationsspiele, Mannschaftsmeldungen und Ligenzusammenstellungen abwarten, haben aber gerüchteweise dennoch gute Aussichten, auch in der neuen Spielzeit wieder im Bezirksoberhaus auzutreten.

 

Markus Hackl