Tischtennis SV Kirchberg i. W.

Kirchbergs TT-Jugend bayerischer Pokal-Vizemeister

Nachwuchs holt Rang 2 bei Titelkämpfen in Altenkunstadt

 

Das oberfränkische Altenkunstadt war Austragungsort für die bayerischen Titelkämpfe auf Pokalebene der Bezirksliga-Mannschaften. Der Nachwuchs des SV Kirchberg vertrat als Bezirkspokalsieger den Regierungsbezirk Niederbayern bei der zweitägigen Meisterschaft. Die Schützlinge von Trainer Ferdinand Mader hatten dabei die Außenseiterrolle, da alle anderen Teams zum Teil deutlich höhere TTR-Werte aufwiesen. Diese Ausgangslage motivierte die Underdogs aber zusehends, letzten Endes sprang eine neu für möglich gehaltene bayerische Vizemeisterschaft heraus. Aber der Reihe nach: Am ersten Turniertag standen drei Vorrundenspiele auf dem Programm. Die Kirchberger bekamen es zunächst mit dem oberbayerischen Vertreter SV Heimstetten zu tun. Nach den ersten drei Einzeln führte der SV 2:1, Thomas Schober setzte sich sicher durch, Anton Stadler drehte einen 0:2-Rückstand und holte einen eminent wichtigen Sieg. Thomas Schober und David Weber erhöhten im Doppel auf 3:1, sodass Thomas Schober mit seinem zweiten Einzelerfolg im Duell der beiden Spitzenspieler die Partie zum 4:1-Sieg beenden konnte. Im zweiten Vorrundenmatch war die Jugend des austragenden TSV Altenkunstadt (Oberfranken) der Kontrahent. Der Spielverlauf und das Ergebnis waren ähnlich. Thomas Schober mit zwei Siegen, Anton Stadler sowie das Doppel Schober/Weber holten die Zähler zum 4:1. Im letzten Vorrundenspiel gegen den oberpfälzischen FC Chamerau ging es um den Gruppensieg. Auch diesen Gegner beherrschten die Kirchberger sicher und zogen mit einem 4:1 als Gruppenerster ins Halbfinale ein. Thomas Schober (2), David Weber und Schober/Weber waren erfolgreich. Im Halbfinale wartete am zweiten Turniertag mit dem Nachwuchs des Bundesligisten TSV Bad Königshofen (Unterfranken) ein harter Brocken. Erstmals sahen sich die Kirchberger nach den ersten drei Einzeln mit 1:2 im Rückstand (Thomas Schober). Schober/Weber glichen im Doppel aus und Thomas Schober brachte seine Farben im Duell der beiden Ranglistenersten in Front. Nervenstark holte David Weber in einem Fünfsatzkrimi den vielumjubelten Siegpunkt zum 4:2-Sieg. Im Endspiel wartete mit dem TSV Gräfelfing (Oberbayern) ein übermächtiger Gegner. 1:2 stand es nach den ersten Einzeln, wobei David Weber einen fein herausgespielten Einzelerfolg holte. Auch das Doppel und das nächste Einzel gingen in vier Sätzen an die Oberbayern, die sich mit einem verdienten 4:1 die Krone des bayerischen Pokalsiegers aufsetzen durften. Das SV-Trio und seine Betreuer waren mit dem Erreichten mehr als zufrieden und können zuversichtlich in die sportliche Zukunft blicken.

Beim letzten Bezirksranglistenturnier der Saison in Spiegelau waren fünf Kirchberger bei der Jugend am Start und schlugen sich prächtig. Alle erreichten die Endrunde. Thomas Schober wurde schließlich Dritter und bezwang den späteren Sieger, David Pfeffer belegte Rang 4, David Weber Platz 7, Anton Stadler wurde Achter, Alex Kolmer Neunter.

 

Markus Hackl

 

 

 

610 TTR-Punkte in 13 Monaten

Tom Schober (14) vom SV Kirchberg im Wald spielt erst seit gut einem Jahr Tischtennis und hat mittlerweile einen TTR-Wert von 1523

Florian Leidheiser,

Tom Schober (Foto: privat)

Es sind Geschichten wie jene, die Vereinen, Nachwuchstrainern, Anfängern, am Ende vielleicht einer ganzen Sportart ein großes Stück Optimismus geben: Thomas „Tom“ Schober tritt als 13-Jähriger im Februar 2017 in den SV Kirchberg im Wald (Niederbayern) ein. Sein TTR-Initialisierungswert: 913 Punkte. Gut 13 Monate später liegt sein TTR-Wert bei 1523 (!). Wie das geht? Mit viel Training und YouTube.

Aber der Reihe nach: Vor etwas mehr als einem Jahr sieht ein Lehrer den Schüler Tom Schober auf dem Pausenhof Tischtennis spielen. Der Junge geht mit dem Schläger für einen Nicht-Vereinsspieler ziemlich gekonnt um. Der Lehrer – selber Tischtennisspieler – erkennt die Veranlagung und erzählt daraufhin seinem Teamkollegen Harald Treml, zugleich Spartenleiter des SV Kirchberg, von dem Jungen. Sie laden Tom, der zuvor immer mal auf dem Schulhof oder zuhause mit dem Papa gespielt hat, in ein Schnuppertraining ein. Schnell wird Tom vom Tischtennis-Virus infiziert, fängt an, drei- bis viermal pro Woche zu trainieren.

Tom feiert gleich zwei Meistertitel / Videos von Boll, Ovtcharov, Ma Long und Co. als Inspiration

Mittlerweile hat Tom Schober, der in der 1. Bezirksliga Jugend und in der 2. Kreisliga bei den Herren zum Einsatz kommt, seinen TTR-Wert um 610 Punkte auf 1523 gesteigert – und dies in gerade einmal 13 Monaten. Mit beiden Mannschaften des SV Kirchberg hat der 14-Jährige die Meisterschaft eingefahren und dabei kaum ein Spiel verloren.

„Über meine Entwicklung und wie schnell das jetzt gegangen ist, bin ich schon sehr überrascht“, sagt Tom im feinsten Niederbayerisch. Seine rasante Entwicklung hängt auch mit dem Internet zusammen. Schon bevor er sich dem SV Kirchberg anschließt, schaut sich Tom auf YouTube regelmäßig viele Spiele und viele Spieler an, guckt sich Techniken und Aufschläge von Timo Boll, Ma Long oder Dimitrij Ovtcharov ab und baut sie in das eigene Training ein. „Ich schaue mir nicht nur ein Spieler an, sondern versuche, von mehreren Spielern Tipps und Bewegungen aufzunehmen“, betont Tom.

Spartenleiter Harald Treml freut die Entwicklung natürlich: „Der Junge kam aus heiterem Himmel zu uns und ist nicht zu bremsen“, sagt Treml. Seit über 30 Jahren leitet Ferdinand Mader das Jugendtraining in Kirchberg. In der kommenden Saison werden Tom Schober und vier weitere Jungs in der Bayernliga starten. „Ich will weiter so trainieren und mich verbessern, um in Zukunft noch höherklassiger zu spielen“, benennt Tom seine Ziele. Man darf gespannt sein, wie seine Geschichte weitergeht…

SV Kirchberg verliert erneut unglücklich

Herren II Meister, Herren III Tabellenführer

 

Die nächste bittere und äußerst unglückliche Heimniederlage musste der SV Kirchberg in der 1. Bezirksliga gegen den Tabellenzweiten und Landesliga-Absteiger Phoenix Straubing einstecken. Bereits im Vorfeld standen die Zeichen gegen den Favoriten schlecht, da Ferdinand Mader krankheitsbedingt ersetzt werden musste. Die Kirchberger zeigten aber eine engagierte Leistung, mussten jedoch einmal mehr akzeptieren, dass man augenblicklich keinen „Lauf“ hat und in den engen Spielen oft der Gegner der glücklichere ist. Alle drei Paarkreuze verliefen ausgeglichen, erneut war die Doppelschwäche ausschlaggebend. Hier holten Dr. Wechsler/Hackl anfangs den einzigen Zähler, das Schlussdoppel ging in der Verlängerung des Entscheidungssatzes in die Binsen. Im vorderen Paarkreuz holten Dr. Stefan Wechsler und Markus Hackl je einen Punkt, der gegnerische Spitzenmann erwischte an diesem Abend einen Sahnetag. Auch im Mittelkreuz konnten Florian Heigl und Harald Treml je einmal siegen. Im Schlusskreuz dasselbe Bild: Simon Weber und der bei seinem Debut in der Ersten vollauf überzeugende Jugendspieler David Weber, behielten ebenfalls je einmal die Oberhand. So stand letztendlich die nächste 7:9-Pleite fest, ein weiterer Rückschritt im Kampf gegen den Relegationsplatz. Das kommende Auswärtsspiel in Deggendorf ist diesbezüglich bereits ein Endspiel. Nur ein Sieg kann die Hoffnung auf den direkten Klassenerhalt am Leben halten.

Die zweite Mannschaft war beim Auswärtsspiel der 1. Kreisliga in Teisnach arg von Personalproblemen gebeutelt und musste zu fünft antreten. Somit setzte es beim 4:9 die erste Saisonniederlage (Hirtreiter/Weber F., Herbert Hirtreiter, Rainer Weber, Felix Weber). Dennoch steht die Reserve zwei Spieltage vor Saisonende als unangefochtener Meister und Aufsteiger bereits fest.

Die dritte Mannschaft bezwang an heimischen Platten den TTC Lalling klar mit 8:2 und bleibt an der Tabellenspitze. Anton Stadler, Manfred Prinz, Martin Lanzendorfer (2), Alex Kolmer (2) sowie eingangs die Doppel Stadler/Kolmer und Prinz/Lanzendorfer waren dabei erfolgreich.

 

Markus Hackl

Kirchberger Tischtennisspieler im nächtlichen Eiswasser

Nominiert vom TC Kirchberg mussten sich auch die TT-Cracks des SV Kirchberg der Kaltwasserherausforderung stellen. Bei Minusgraden und Schneefall wurde nach Einbruch der Dunkelheit die Cold-Water-Challenge beim kleinen Bach in der Nähe von Reichertsried gemeistert. Ebenfalls ins Wasser springen dürfen nun die Leichtathleten des TSV Regen sowie die Vorstandschaft des Hauptvereins des SV Kirchberg, sie werden nämlich von der Sparte Tischtennis dazu aufgefordert. Auch die Kirchberger Ministranten dürfen sich freuen, sie erhalten eine Spende von 100 Euro.

Gelungener Saisonauftakt

Alle drei Herrenteams starten mit Siegen

 

Ein rundum gelungener Saisonstart in die neue Spielrunde gelang den Tischtennisspielern des SV Kirchberg. Die erste Mannschaft empfing im Rahmen der 1. Bezirksliga den Vorjahresvierten TV Dingolfing, gegen den es zuletzt zwei Unentschieden gab. Beide Teams konnten ihre Stammformation aufweisen und es entwickelte sich ein durchwegs spannendes Spiel. Der Start verlief für die Hausherren nicht ideal, mit einem 1:2-Rückstand ging es aus den Doppeln, da lediglich Dr. Wechsler/Hackl siegten. Im vorderen und mittleren Paarkreuz wurden anschließend die Punkte geteilt. Auf Kirchberger Seite verließen Dr. Stefan Wechsler und Florian Heigl als Gewinner die Platte. Im hinteren Paarkreuz ging der SV erstmals in Führung. Ferdinand Mader und Simon Weber sorgten für einen 5:4-Halbzeitstand. Markus Hackl und Harald Treml konnten den knappen Vorsprung in der Folgezeit halten. Beim 7:6 beendeten Ferdinand Mader und Simon Weber mit ihren jeweils zweiten Einzelsiegen – und insgesamt der vollen Ausbeute im Schlusskreuz – die Partie zum 9:6-Endstand.

Die zweite Herrenmannschaft gewann nach einem 1:3-Rückstand ihr Kreispokalspiel gegen den TSV Metten noch mit 4:3 (Rainer Weber 2, Herbert Hirtreiter, Susanne Mader). In der Vorwoche gab es einen kampflosen 9:0-Sieg zum Kreisliga-Auftakt bei der SpVgg Kirchdorf.

Die dritte Herrenmannschaft bezwang den SV Neuhausen II in der 2. Kreisliga an eigenen Tischen mit 8:4 (Martin Lanzendorfer 3, Manfred Prinz 2, Alois Marchl, Sophie Mader, Marchl/Lanzendorfer). Am ersten Spieltag gab es hingegen eine 4:8-Niederlage beim TV Ruhmannsfelden IV (Manfred Prinz 3, Prinz/Sophie Mader).

 

Markus Hackl